Zurück, samt allen Folgen
Honeypod meldet jetzt, was eine Handlung bewirkt hat. Ein Klick nimmt sie zurück, samt allem, was sie nebenbei verändert hat.
Bis zu diesem Update sah man nach dem Löschen einer Ausgabe nur, dass ihre Zeile fehlte. Ob es die richtige war und ob ihre Kopie im Archiv mitging, sagte Honeypod einem nicht. War es die falsche, blieb der Weg über den Papierkorb, sofern man an ihn dachte.
Gemeldet wird, was du nicht siehst. Wer ein Feld ändert oder einen Haken setzt, sieht das Ergebnis an Ort und Stelle. Eine Meldung wäre dort nur Lärm. Wer dagegen löscht, verwirft, dupliziert, versendet oder mehrere Zeilen auf einmal ändert, sieht danach nicht, was geschah: Die Zeile ist weg, die Kopie steht woanders, die Nachricht ist unterwegs. Genau dann erscheint jetzt eine Meldung.
Unten in der Mitte. Dort fällt die Meldung auf, ohne im Weg zu stehen. Nach ein paar Sekunden geht sie von selbst. Liegt der Zeiger auf ihr, wartet sie, bis du fertig gelesen hast. Es steht immer nur eine da, die neueste. Sie erscheint sogar über einem offenen Dialog: Versendest du eine Rechnung aus dem Editor, siehst du die Bestätigung, ohne ihn zu schließen.
Rückgängig nimmt alles zurück, was dazugehört. Vor und nach jeder Handlung setzt Honeypod eine Marke in sein Änderungsprotokoll. „Rückgängig“ setzt jede Zeile, die dieser Rechner dazwischen geschrieben hat, auf ihren Stand davor zurück, alle in einem Zug. So wird auch zurückgenommen, woran beim Löschen niemand denkt. Löschst du eine Rechnung aus einem Abo, rückt seine Fälligkeit zurück, denn der Zeitraum ist wieder offen. Hing an der Rechnung eine Zahlung, löst sich ihre Zuordnung. „Rückgängig“ stellt beides wieder her. Eine Rechnung mit zehn Positionen kommt mit allen zehn zurück.
Auch die Datei kommt zurück. Wer bisher eine Buchung löschte, löschte auch ihre Kopie im Archiv. Holte man die Buchung aus dem Papierkorb zurück, zeigte sie ins Leere. Jetzt legt Honeypod die Kopie in einen Papierkorb im Archiv. Nimmst du das Löschen zurück, liegt die Datei wieder an ihrem Platz, unter ihrem alten Namen.
Was nicht zurückgeht, bietet Honeypod gar nicht erst an. Zurückgenommen wird nur, was dieser Rechner geschrieben hat. Was jemand in der Zwischenzeit auf einem anderen Rechner geändert hat, bleibt stehen. Nach dem Versenden und nach einer Übermittlung an ELSTER gibt es kein „Rückgängig“. Eine angekommene Nachricht holt kein Knopf zurück, eine Übermittlung ans Finanzamt ebenso wenig. Ein Knopf, der so täte, wäre schlimmer als keiner.
Die Rückfrage bleibt. Die Meldung steht nur ein paar Sekunden da. Wer gerade woanders hinschaut, merkt einen Fehlgriff vielleicht erst später. Dann führt der Weg über den Papierkorb, der gelöschte Buchungen dreißig Tage aufhebt.
Mit ⌘Z geht es auch. Solange die Meldung steht, nimmt ⌘Z die Handlung zurück, unter Windows Strg+Z. Steht die Schreibmarke in einem Feld, gehört die Taste dem Feld. Hinter einem offenen Dialog wirkt sie nicht, dort sähe man nicht, was sie zurücknimmt.
Ein Fehler geht nicht von selbst. Schlägt eine Handlung fehl, sagt die Meldung, was nicht geschah und warum. Sie bleibt stehen, bis du sie schließt. Bisher kam ein solcher Fehler in einem Fenster des Systems, das alles anhielt, bis man es wegklickte.
Ein langer Lauf zeigt, wie weit er ist. Liest du Belege neu ein oder rufst du Umsätze ab, steht an derselben Stelle, was gerade läuft, mit einem Balken darunter. Am Ende wird daraus die Meldung mit dem Ergebnis. Schlägt dabei ein Beleg fehl, bleibt sie stehen, bis du sie schließt, mit dem Weg ins Fehler-Review.
Ein Fehlgriff kostet damit einen Klick. Und was eine Handlung bewirkt hat, musst du nicht mehr vermuten.
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